Die Tagung über die Deportationen Deutscher in die UdSSR am 11. Oktober im Festsaal des Goethe-Instituts in Dresden hat der Vorsitzende des Vereins Erinnerung und Begegnung e.V. (EuB), Peter Bien, zum Anlass genommen, um gemeinsam mit den anderen Vorstandsmitgliedern dem Gründungsmitglied des EuB, Frau Frau Rosemarie Börner aus Hoyerswerda, die goldene Ehrennadel des BdV-Bund zu überreichen.
Der Laudator, Wolfgang Wagenknecht, Hoyerswerda, ebenfalls Gründungsmitglied des EuB, hob die jahrzehntelangen Verdienste von Rosemarie Börner hervor.
1991 gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern des BdV-Kreisverbandes Hoyerswerda und der Schlesiergruppe im BdV-Kreisverband, die gleichzeitig die größte landsmannschaftliche Gruppierung der Kreisgruppe war. Seither hat sie die Vorstandsarbeit des BdV- Kreisverbandes aktiv unterstützt, insbesondere in Fragen der Organisation und Buchhaltung.
Erst mit der Auflösung des BdV-Kreisverbandes im Januar 2025 ist sie fast „arbeitslos“ geworden; denn seit dem Ausscheiden des ersten Vorsitzenden der Schlesiergruppe Hoyerswerda, Herrn Glownar, Ende der Neunzigerjahre führt sie die Schlesiergruppe. Sie organisiert schlesische Kultur- und Folkloreveranstaltungen, Fahrten zu denSchlesiertreffen in Nürnberg oder Hannover, regelmäßige Fahrten zu dem Kulturfestival der deutschen Minderheit in Breslau und Reisen in die schlesische Heimat der Mitglieder.
Nachdem der BdV-Landesverband Sachsen Ende 2002 in Insolvenz geraten war unterstützte sie die interimistische Leitungstätigkeit des BdV-Kreisverbandes Freiberg unter Leitung von Hubertus Unfried, Hartmut Rockel und Friedrich Zempel.
2009 gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern des EuB, der bis 2020 anstelle des BdV-Landesverbandes und der BdV-Kreisgruppe Freiberg die landesweite Vertriebenenarbeit organisiert hat. Frau Börner hat ihre Arbeit immer als Selbstverständlichkeit betrachtet. Sie hat moderiert und nicht geherrscht. Die Ehrung, so Wolfgang Wagenknecht, hatte sie längst verdient.
Friedrich Zempel
