Sehr geehrte Damen und Herren,
das Jahr 2026 beginnt im „Zeichen der Zeit“. So heißt eine neue Sonderausstellung im Schlesischen Museum zu Görlitz, die am 30. Januar eröffnet und bis September 2026 dauern wird. Sie widmet sich besonderen Relikten der deutschen Vergangenheit Schlesiens – den deutschen Inschriften im öffentlichen Raum. Jegliche deutsche Inschriften mußten ab 1945 im Zuge der großangelegten „Entdeutschungsmaßnahmen“ verschwinden. Einige sind dennoch bis heute bzw. wieder sichtbar.
Dawid Smolorz, Regionalforscher aus Gleiwitz in Oberschlesien, sammelt und dokumentiert sie seit Jahren und arbeitet dabei mit dem Berliner Fotografen Thomas Voßbeck zusammen. Die Ergebnisse werden auf dem deutsch-polnischen Portal „Vergessene Inschriften“ veröffentlicht. Die von Dawid Smolorz kuratierte Ausstellung stellt einen Höhepunkt dieser dokumentarischen Arbeit dar und präsentiert eine Auswahl von etwa 80 Fotografien von Inschriften aus Ober- und Niederschlesien. Im Ausstellungskatalog sind noch mehr deutsche Inschriften in Schlesien zu sehen. Die Publikation kann man im Vorverkauf bis 29. Januar mit 20 % Rabatt vorbestellen.
Die Ausstellung bietet – auch mit ihrem umfangreichen Begleitprogramm – einen Einblick in dieses in Polen hochaktuelle und viel diskutierte Thema. Bereits am Eröffnungswochenende finden Diskussion, Führungen und Gespräche in Deutsch und Polnisch statt. Die geplante Vortragsreihe beginnt am 1. März.
Die Ausstellung wird vom Kulturreferat für Schlesien und Schlesischen Museum zu Görlitz in Kooperation mit dem Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit in Gleiwitz/Oppeln organisiert. Die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit sowie die Erika-Simon-Stiftung unterstützen das Projekt finanziell.
Seien Sie herzlich eingeladen, „Zeichen der Zeit“ zu sehen, zu lesen und zu deuten.
Mit freundlichen Grüßen
Agnieszka Bormann
Redaktion SILESIA News
