Goldene Ehrennadel des BdV für Falk Pusch

Bei dem traditionellen Herbstseminar des Vereins Erinnerung und Begegnung e.V. (EuB) in Zusammenarbeit mit der Stiftung „Erinnerung, Begegnung, Integration“ (EBI) am 10. Oktober 2026 konnte dessen Vorsitzender, Herr Peter Bien, dem langjährigen Vereinsmitglied, Herrn Falk Pusch, die vom Präsidium des BdV-Bund verliehene goldene Ehrennadel überreichen.

In seiner Laudatio hob der Vorsitzende des Stiftungsrates der EBI und langjährige frühere Vorsitzende des EuB, Herr Friedrich Zempel, hervor, dass der Geehrte nach der 2002 angemeldeten Insolvenz des BdV-Landesverbandes Sachsen zu den wenigen Aktiven gehörte, die dafür gesorgt, dass die Vertriebenenarbeit in Sachsen weiterging.
Wenn es um die Vergabe von Ämtern und Ehrungen geht, halte sich Herr Pusch immer zurück. Wenn es um die Übernahme von Aufgaben oder Spendenaufrufe geht, sei er immer einer der Ersten.

Seit vielen Jahren ist er Mitglied der Landsmannschaft Schlesien/Landesgruppe Sachsen. Wenn für eine Fahrt nach Schlesien Gastgeschenke gebraucht werden, spendet er. Er ist Ideengeber und Organisator und Helfer bei Heimatveranstaltungen wie Schlesisches Kochen, Gruppenfahrten nach Schlesien, Unterstützung der deutschen Minderheiten im Waldenburger und Oppelner Land, Einrichtung einer schlesischen Bibliothek und Jugendtreffen.

Mindestens seit 2010 wirkt er bei den Vorbereitungen der Veranstaltungen des BdV-Kreisverbandes Dresden und der BdV-Kreisgruppe Pirna – jetzt Regionalverband Ostsachsen des LVS – mit.

Sein Herzensanliegen ist die Pflege der Kontakte nach Schlesien, insbesondere nach Strehlen, das heutige Strzelin, die Heimatstadt seiner Familie und Geburtsort des Nobelpreisträgers Paul Ehrlich. Hier hat er mehrere denkmalpflegerische Projekte gefördert, unter anderem die Restaurierung des Rathauses. Er hat auch dafür gesorgt, dass Exponate der Heimatstube Strehlen nach Strzelin gebracht und im Heimatmuseum ausgestellt werden.

Falk Pusch war seit langem klar, dass die Organisationen der Vertriebenen langfristig große Schwierigkeiten haben werden, Mitglieder zu gewinnen, um die Arbeit fortzuführen. Daher hatte für ihn die Unterstützung der Stiftung „Erinnerung, Begegnung, Integration – Stiftung der Vertriebenen im Freistaat Sachsen“ Priorität. Er wurde einer der ersten und großzügigsten Zustifter und Mitarbeiter der Stiftung und ist es bis heute geblieben. Seit 2011 gehört er der Stifterversammlung an. Von 2015-2026 war er Mitglied im Stiftungsrat. In diesem Jahr wurde er zusammen mit Friedemann Scholz, zum Wirtschaftsprüfer der Stiftung gewählt.

Mit seiner Arbeit hat Falk Pusch bewiesen, dass die Pflege schlesischer und ostdeutscher Traditionen nicht die Bewahrung von Asche, sondern eines lebendigen Feuers ist.

Friedrich Zempel