Bundesverdienstkreuz für Florian Braun

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer überreichte stellvertretend für den Bundespräsidenten an insgesamt 17 Bürgerinnen und Bürger, die mit Sachsen eng verbunden sind, den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

Mit dieser Auszeichnung werden Menschen geehrt, die sich in den Bereichen Politik, Soziales, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben.

Die feierliche Übergabe durch den Ministerpräsidenten fand am 27. und 28. Mai 2025 in der Sächsischen Staatskanzlei in Dresden statt.

Florian Braun (74) tat sich durch langjährige Betreuung und Beratung von Spätaussiedlern und bedürftigen Menschen in besonderer Weise hervor.

Er wurde 1950 in Sibirien geboren, 1978 konnte die Familie in die DDR übersiedeln. Nach 1990 wanderten mehr als zwei Millionen Deutschstämmige aus der ehemaligen UdSSR nach Deutschland ein.

Florian Braun sah es als wichtig an, für diese Menschen eine Interessenvertretung zu schaffen und war maßgeblich an der Gründung der Landesgruppe Sachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland beteiligt. Seit fast zwei Jahrzehnten ist er ehrenamtlich Vorsitzender der Landesgruppe, die sich zugleich als Hilfsorganisation und Kulturverein sieht.

Er half immer wieder bei Integration, Behördengängen und setzte sich für die Einrichtung von Begegnungszentren in Dresden, Leipzig und Chemnitz ein. Er kümmert sich darum, dass die Integration gelingt und wirbt unermüdlich für ein Miteinander ohne Vorurteile.