Stiftung der Vertriebenen und Transferraum Heimat unter neuer Leitung

Eine Revolution hat während der Sitzung des Stiftungsrates der Stiftung „Erinnerung, Begegnung, Integration – Stiftung der Vertriebenen im Freistaat Sachsen“ am 28. März in Hoyerswerda/Knappenrode nicht stattgefunden, aber der Vorsitzende des Stifters, des Vereins Erinnerung und Begegnung e.V., Peter Bien, konnte in Stiftungsrat mehrere neue Mitglieder berufen.

Große Hoffnungen setzt die Stiftung in die Vertreterin des Landkreises Bautzen und den Vertreter des Landesamtes für Schule und Bildung Bautzen. Die Stiftung und der Transferraum Heimat sind zwar für ganz Sachsen da; dennoch hat die regionale Einbindung eine sehr große Bedeutung.

Ursächlich hierfür sind mehrere Gründe. Unter anderem will die Stiftung ihre grenzüberschreitenden Kontakte nach Polen, Tschechien und Ungarn weiter ausbauen. Daher ist die Grenznähe von Hoyerswerda/Knappenrode von Vorteil. Aus diesem Grund wurde auch eine führende Vertreterin der deutschen Minderheit in Oberschlesien in den Stiftungsrat berufen.

Dass der Ausbau der nachbarschaftlichen Beziehungen von der Staatsregierung begrüßt wird, machte der Beauftragte für die Vertriebenen und Spätaussiedler im Freistaat Sachsen, Dr. Jens Baumann, in seinem Bericht deutlich. Auf seinen Vorschlag wurden in das Kuratorium der Stiftung Vertreter der deutschen Minderheiten aus Polen, Tschechien und Ungarn berufen.

Insgesamt wurden die Gremien der Stiftung – Stiftungsrat, Kuratorium und Vorstand – verjüngt und der Anteil der Frauen deutlich erhöht.

Als Vorsitzender bzw. stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates wurden Friedrich Zempel und Gerald Otto wiedergewählt.

Für das Amt des Vorsitzenden des Stiftungsvorstands kandidierte der bisherige langjährige Vorsitzende, Frank Hirche, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr. In den Berichten und seinen eigenen Diskussionsbeiträgen wurde aber deutlich, dass er weiter mit der Stiftung eng verbunden bleibt.

Als Nachfolger wurde Henry Hufenreuter gewählt. Stellvertretender Vorsitzender bleibt Dr. Manfred Hellmund. Auch die bisherige Schatzmeisterin und großartige Koordinatorin in den stark männlich geprägten Gremien, Claudia Florian, wurde einstimmig wiedergewählt.

Aus den Geschäftsberichten des Vorstands für 2025 sowie dem von Frau Florian erstellten Wirtschaftsplan und dem von Dr. Hellmund vorgelegten Arbeitsplan für 2026 wurde deutlich, dass die Arbeit der Stiftung ohne zusätzliche ehrenamtliche Mitarbeiter und private Spender nicht möglich ist.

Wer sich in die Arbeit der Stiftung einbringen will, wird um Kontaktaufnahme über die auf dieser Internetseite angegebene Mailanschrift gebeten.

Axel Schubin